Nutzen

Nutzen

Aus wissenschaftlich-technischer Sicht liefert der Demonstrator, der im Rahmen des Projekts entsteht, einen Funktionsnachweis des neuen, lichtbasierten Identifikationsverfahrens für logistische Anwendungen. Der Funktionsnachweis wird im Rahmen von Versuchen geführt und stellt ein wesentliches Forschungsergebnis dar; denn bislang wurde ein derartiges Identifikationsverfahren für logistische Anwendungen nicht realisiert. Insbesondere die Einbeziehung von Mensch und Maschine in das Identifikationsverfahren eröffnet – im Vergleich zu bestehenden Identifikationsverfahren – neue Nutzenpotenziale in der Intralogistik. Mögliche Nutzenpotenziale sind z. B. ein reduzierter Investitionsaufwand für Infrastruktur sowie Zeitersparnis und Qualitätssteigerungen durch Fehlervermeidung. Die Bestimmung und Bewertung der Nutzenpotenziale des neuen Identifikationsverfahrens runden das Forschungsvorhaben aus wirtschaftlicher Sicht ab.

Die Forschungsergebnisse können von Herstellern von Identifikationssystemen in leicht zu integrierende, automatische Identifikationssysteme umgesetzt werden. Dadurch können diese Hersteller, die z. T. kleine und mittlere Unternehmen sind, Branchen bedienen, die bisher eine geringe Verbreitung von automatischen Identifikationssystemen aufweisen.

Das automatische Identifikationssystem auf Basis von sichtbarem Licht unterstützt im Gegensatz zu herkömmlichen Auto-ID-Lösungen manuelle Identifikationsprozesse. Als Anwender profitieren daher insbesondere KMU, die eine teilautomatisierte Produktion mit manuellen Arbeitsschritten besitzen, z. B. in der Montage. Die Forschungsergebnisse liefern eine Alternative zur RFID-Technologie. Derzeit wird RFID wird verhältnismäßig häufiger in Großunternehmen als in KMU eingesetzt. Zu den erfolgreichsten RFID-Anwenderunternehmen zählen vornehmlich große bis sehr große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Das neue Identifikationsverfahren ermöglicht im Gegensatz zu RFID eine schrittweise Einführung unter Weiterverwendung bestehender Infrastrukturen (z. B. Barcode-Lesegeräte). Die schrittweise Einführung ist gerade für KMU vorteilhaft, die den bei einer RFID-Einführung anfallenden Anpassungsaufwand (z. B. Änderungen von IT-Systemen und Prozessen) nicht leisten können. Durch das neue Identifikationsverfahren können auch KMU bisher nicht realisierbare Nutzenpotenziale durch moderne Auto-ID-Technologien erschließen.